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Öffentliche Gebäude

Öffentliche Gebäude - in erster Linie Büro- und Verwaltungsgebäude - werden nach den Begriffsbestimmungen des § 2 MBO meist als "Sonderbauten" betrachtet. Separate brandschutztechnische Regelungen für Büro- und Verwaltungsgebäude gibt es im Gegensatz zu anderen Sonderbauten nicht. Diese Situation stellt die Planer derartiger Gebäude immer wieder vor Probleme, insbesondere dann, wenn eine anspruchsvolle Architektur und die Schutzziele des Baurechts in Einklang gebracht werden sollen. Besonderes Augenmerk gilt dabei heute der behindertengerechten Erschließung der öffentlichen Gebäude, aus der sich im Umkehrschluss für die Selbstrettung der Personen entsprechende Anforderungen ergeben können, die unter Würdigung des Einzelfalls aufzuarbeiten sind. In den Hintergrund getreten sind Konzepte für Großräume, da Einheiten bis 400 m² ohne konkrete Anforderungen an die horizontale Erschließung den Bedarf an Gestaltungsspielraum meist abdecken. Im Einzelfall kann der Grenzwert jedoch mit geeigneten Kompensationsmaßnahmen nach oben erweitert werden, so dass auch vielgeschossige offene Strukturen möglich werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Betrachtung bei öffentlichen Gebäuden bilden die vielgeschossigen Lufträume, Hallen und Atrien. Hier sind meist Brandsimulationsrechnungen gefragt, auf deren Grundlage eine qualifizierte und schutzzielgerechte Auslegung erfolgen kann. So konnten bereits Atrien mit Höhen von bis zu ca. 60 m analysiert und einer Baugenehmigung zugeführt werden. Als öffentliche Gebäude kann man weiterhin Museen, Ausstellungen und Bibliotheken bezeichnen. Diese fallen meist nicht oder nur zu einem kleinen Teil in den Anwendungsbereich der Versammlungsstättenverordnungen. Somit ist mit handwerklichem Geschick ein Sicherheitskonzept zu entwickeln, das den erwarteten Personenzahlen und der Qualität der Ausstellungsobjekte gerecht wird. Als besondere Herausforderung haben wir uns in diesem Zusammenhang mit dem Troparium und dem Eismeerpanorama in Hagenbecks Tierpark in Hamburg beschäftigt.
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